Magenbypass

Das Wichtigste in Kürze

Seit bald 50 Jahren „die“ Operation schlechthin, um Körpergewicht, Zucker, Blutdruck, Blutfette und die übrigen Begleiterkrankungen dauerhaft zu senken. Nach diesem Eingriff reicht schon eine halbe Mahlzeit für ein Sättigungsgefühl. Grössere Mengen an Zucker und Fette sind schlecht verträglich. Gesunde, kalorienarme Kost macht keine Probleme und der Geschmackssinn verfeinert sich. Über 80% der Diabetiker profitieren von diesem Eingriff. Grundsätzlich lässt sich ein Magenbypass rückgängig machen.

Proximaler Roux-Y-Magenbypass im Detail

Der sog. proximale Magenbypass ist der weltweit häufigste bariatrische Eingriff. Dabei wird am Mageneingang eine kleine Magentasche von der Grösse einer Zündholzschachtel vom Restmagen abgetrennt. Der Dünndarm wird unterbrochen, und eine Schlinge von 150 cm Länge wird mittels Klammerapparat und grösstenteils durch Handnaht mit der kleinen Magentasche verbunden. Eine zweite solche Naht verbindet den von der Nahrungspassage ausgeschlossenen Restmagen, den Zwölffingerdarm und die ersten 75-100 cm des Dünndarms mit der hochgezogenen Schlinge, sodass die Verdauungssäfte auf dieser Höhe zum Nahrungsbrei gelangen.

Der Magenbypass beschleunigt die Nahrungspassage und führt dadurch zu einer früheren Sättigung, er schränkt die Verträglichkeit hochkalo-rischer Speisen ein und bewirkt eine Geschmacksverfeinerung, die die Wahl gesunder, kalorienarmer Kost fördert.

Das Anästhesie- und Operationsrisiko des Magenbypasses liegt zwischen dem des Magenbandes und demjenigen komplexer Eingriffe wie bilio-pankreatischer Diversionen oder des sog. distalen Magenbypasses. Das Sterblichkeitsrisiko schwankt zwischen 0,2 und 0,5 %.

Im Vergleich zum Magenband verursacht der Magenbypass mehr Frühkomplikationen, aber mit 8% deutlich weniger Nachoperationen.